Montag, 28. November 2016

[BT] Die schwarzen Klippen von Dominique Stalder

Hallo ihr Lieben (:

Es ist wieder soweit... wir haben eine neue Blogtour zusammen mit dem Autor auf die Beine gestellt. Ich mache den Anfang und habe es mir nicht nehmen lassen, Domi mit ein paar Fragen zu löchern. (:


Und hier kommt auch schon die erste Frage...

Hallo Dominique,

es freut mich sehr, heute das Interview mit dir führen zu dürfen :)

Domi:
Die Freude ist auf meiner Seite.


Am besten ist, wenn du erst mal ein bisschen was über dich erzählst.  Lass uns dich ein bisschen kennen lernen. Wie kamst du von El Paso, TX nach DE? Würdest du wieder zurückgehen etc.? Alles außer Sozialversicherungsnummer und Bankdaten, obwohl.. ^^

Domi:
Die wenigsten wissen, dass es in El Paso einen Stützpunkt gibt, der auch von der Bundeswehr genutzt wird. Die Luftwaffe ist dort schon seit Jahrzehnten. Meine Eltern sind also Deutsche, mein Vater war Soldat und irgendwann hieß es eben wieder „back to old germany“. Da war ich noch klein und wirklich bewusste Erinnerungen habe ich daran auch nicht. Aber es macht sich immer gut, wenn man das so sagen oder schreiben kann. Immerhin hast du nicht nach meinem Alter gefragt, so brauche ich nicht einmal zu lügen, dass ich erst 26 werde – zumindest hexadezimal. Ich mag die Farbe gelb und erzähle als Autor lieber über meine Werke, als über mein Privatleben. Ich denke zu viele Eltern stellen Fotos von ihren Kindern ins Internet, posten alles und so viel mehr. Das ist nicht so meine Welt. Die Frage ob ich wieder zurück in die USA gehen würde, muss ich schon lange mit „Nein“ beantworten. Das hat viele Gründe. Die Art und Weise, wie dort über Waffen gedacht wird, wie mit ihnen verfahren wird, ist mir zuwider. Man stelle sich das vor, dass es Großstädte in der USA gibt, in denen es mehr Morde gibt, als in ganz Deutschland binnen eines Jahres. Im Gegensatz zu vielen anderen bin ich auch kein Fan von Obama. Eigentlich müsste er den Friedensnobelpreis zurück geben. Die Wahl jetzt, war die Wahl zwischen Pest und Cholera. Unglaublich, dass ein westlich geprägtes, demokratisches Land, nun einen Präsidenten erhält, der eine Million Stimmen weniger hat, als die unterlegene Kandidatin. Paradox oder? Dennoch werde ich mit Sicherheit mal eine Tour durch die Staaten machen und mir auch meinen Geburtsort ansehen.


Wann und wie kamst du zum Schreiben?

Domi:
Das ist nicht leicht zu beantworten. Oft erwähne ich eine Reizwortgeschichte in der Grundschule, aber das war nur ein Zeugnis meiner Fantasie. Der Gedanke oder der Wunsch mal ein Buch zu veröffentlichen kam in der Oberstufe beim Abi. Meine Freundin schickte eine Kurzgeschichte an den Wettbewerb junger Autoren – da hab ich aber nicht gewonnen. Meine Deutschlehrerin versuchte mich auch zu unterstützen. Sie erkannte, dass ich mich nicht in die engen Analyseschemen pressen lassen wollte. Kurz danach begann ich einen ersten Roman, der zwar beendet wurde, aber diesen werde ich nie veröffentlichen. Dann aber begann ich ernsthaft mir über einen Roman Gedanken zu machen. Ich wollte bekannte Elemente der Fantasy nutzen und neue hinzufügen. Aus meiner Liebe zum Nebel wurde am Ende Nebularion. Das Buch verfolgt mich nun schon 15 Jahre oder so. Lange hab ich überlegt, Ideen verworfen und immer wieder überarbeitet, aber dummerweise nur die ersten Kapitel. Dann brachte mich eine Bekannte auf die Plattform Wattpad und dort beendete ich den Roman. Zeitgleich lernte ich den österreichischen Autoren Lucas Edel kennen und dieser ermutigte mich zu einer Fantasy-Reihe. Das war 2014 – glaube ich.


Warum genau schreibst du im Fantasy Genre und nicht z. B. in historischer Literatur oder Thriller etc.?

Domi:
Sagen wir lieber bisher nicht. Tatsächlich bin ich sehr fantasy-affin. Ich hab Bücher von Hohlbein und Tolkien verschlungen und folgte Atreju auf seiner Reise durch Phantasien. Daher lag es nahe, diese Richtung einzuschlagen. Wobei die heutige Fantasywelt bunter denn je ist. Dennoch habe ich Interesse an Science-Fiction und auch ein historischer Roman reizt mich. Grundlegende Ideen habe ich sogar schon. Thriller halte ich für schwierig, aber mal schauen, mein Verlag ermutigt mich auch immer wieder in Richtung Horror zu denken.


Welches Buch war das Buch, dass deine Leseleidenschaft geweckt hat?

Domi:
Sehr gern würde ich hier „Der Herr der Ringe“ sagen, aber der kam später. TKKG war sicher ein Beginn, aber deutlich elementarer war wohl die Lektüre von „Die unendliche Geschichte“. Vor allem seine Zeitlosigkeit erstaunt mich noch heute.


Kannst du dich noch an deine ersten Anfänge als Autor erinnern?

Domi:
Viel zu gut. Es sind immer die gleichen Fehler, die jeder macht. Übertreibungen, viel zu wenig Beschreibungen, man hetzt durch seine Geschichte und wundert sich, warum man nicht einmal 50 Seiten geschafft hat.


Wie ist es für dich für den Sadwolf Verlag zu schreiben bzw. wie kamst du zum Sadwolf Verlag?

Domi:
Aufregend und kreativ. Ich habe stets guten Kontakt zu Johannes und Etienne, habe die Chance meine Ideen an den Mann zu bringen, habe viele Freiheiten und Möglichkeiten. Das ist fantastisch und ist nicht selbstverständlich. So war die Schamanin, der Prolog erst nur ein kurzes eBook und als man mir den Print anbot, war die erste Idee, diesen Prolog durch Kurzgeschichten um die Geschehnisse anzudicken. Nachdem ich aber die erste Geschichte fertig hatte (im übrigen das Kapitel, bevor er Drakatia trifft, mit den Stimmen im Wald und dem geplünderte Dorf) überkam mich immer mehr der Wunsch, den Prolog gründlich zu überarbeiten. Johannes war gleich begeistert. Ich habe das Gefühl, dass wir uns gegenseitig positiv beeinflussen und das ist toll.
Das ich den Verlag gefunden habe, war reiner Zufall. Eine Bloggerin hat die Facebook-Seite geliked und ich tat es ihr gleich. Wie immer habe ich mir dann die Homepage des Verlags angeschaut und dachte mir: Perfekt für den Wanderer.


Wenn du nochmal neu anfangen könntest, was würdest du anders machen?

Domi:
Jeder kleiner Schritt, den ich bisher gegangen bin, war notwendig. Mein Weg wäre komplett anders verlaufen und wer weiß, was dann geschehen wäre. Sicher wäre mir das ein oder andere leichter gefallen, aber der Lerneffekt hätte gefehlt.


Hast du jemals darüber nachgedacht, deine Werke selbst als Selfpublisher zu veröffentlichen?

Domi:
Tatsächlich habe ich das mal. Unter dem Pseudonym „Frank S. David“ erschienen beide Wanderer Titel in einer grausamen Ur-Form. Immer wieder kommt auch der Gedanke hoch, eine kleine Reihe in der Form zu veröffentlichen, aber ich glaube für mich ist das nichts. Ich habe auch nicht die Zeit für dieses ständige Marketing und mit einem Verlag im Rücken ist es – so finde ich – ein wenig einfacher.


So dann erzähl uns doch mal wie deine Geschichte "Der Wanderer" entstanden ist und wie es mit ihm weitergeht?

Domi:
Lucas Edel habe ich ja schon erwähnt. Ich hatte Nebularion beendet und fühlte mich mal so richtig leer. Erschöpft und da ermutigte er mich eine Reihe zu beginnen. Die Basis war dann schnell gelegt. Düster sollte es sein, trist und grau. Ein Wanderer, ohne Erinnerungen, einsam und auf der Suche, verfolgt von Dämonen. Diese Elemente standen schnell fest. Dann kam die Frage nach dem warum? Warum hat er keine Erinnerungen, warum wird er verfolgt, woher kommt der Fluch und so vieles mehr. Der Prolog sollte damals ganz kurz und knackig bleiben, die nächsten Bände dann ausführlicher erzählen. Die Welt baute sich dann nach und nach auf und die Strukturen ergaben sich von allein. Drei Staffeln zu je fünf Bänden – schwarz – weiß und grau. Was es damit auf sich hat, werde ich aber nicht verraten.
Wie es weiter geht. Nun gut, wer den Band 1 – Die Schwarzen Klippen gelesen hat, weiß um das Ende. Der Weg führt ihn zu einer Stadt, die auch im Buch schon erwähnt wird. Was es dort mit dem schwarzen Tempel auf sich hat, da müsst ihr euch gedulden. Er sucht natürlich weiter nach seinem Leben, nach dem was er einst war und auch nach seiner Myrael.


Warum hast du Teil 0 erst nach dem ersten Teil veröffentlicht?

Domi:
Band 0 ist vielleicht nach Band 1 entstanden, aber Die Schamanin ist Band 0 und damit vor Band 1 – Die schwarzen Klippen und auch in der Reihenfolge erschienen.


Hast du schon mal darüber nachgedacht mit anderen Autoren zusammen an einem Werk zu arbeiten?

Domi:
Auch dies war schon Teil meiner Gedanken. Mehrfach gab es grobe Ideen, Gedanken, aber konkret ist es nur einmal geworden. Aber das Projekt mit einer sehr lieben Kollegin steht noch viel zu weit am Anfang, um darüber zu reden.


Gibt es derzeit auch noch andere Projekte an denen du arbeitest und wann geht es mit dem Wanderer weiter?


Domi:
Soll ich alle nennen? Ich habe so viele Ideen, dass ich einige zurückstellen musste. Nebularion bekommt eine letzte Überarbeitung. Diesen High-Fantasy Roman will ich dieses Jahr noch abschließen. Dann will ich dieses Jahr noch einen Science-Fiction Roman beenden. Über den habe ich auch auf meiner Homepage ein wenig berichtet. Alastor. Ein weiterer High-Fantasy Roman ist in Arbeit, für diesen werde ich aber noch ein wenig brauchen. Grundlegende Ideen und Plots habe ich noch für einige andere Bücher, arbeite an einer Fantasy-Steampunk-Welt und natürlich auch am nächsten Wanderer. Ich hatte für den nächsten Band bereits runde 50.000 Worte geschrieben. Allerdings ist durch die Bearbeitung der ersten beiden Bücher so viel geändert worden und ich bin es müde geworden, derartige Überarbeitungen zu leisten, dass ich hier alles verworfen habe. Ich plotte den Band 2 aktuell, mache Skizzen und möchte ihn dann Januar bis März schreiben. Dann suche ich mir ein paar Testleser und überarbeite nochmals leicht. Spätsommer oder Herbst wird es dann wohl werden mit dem nächsten Band.


Das war es leider schon wieder von uns (: Es hatte wirklich viel Spaß gemacht und wie bereits angekündigt, könnt ihr jeden Tag unserer Tour eine Kleinigkeit gewinnen und wenn ihr bei jedem mitmacht, nehmt ihr dann automatisch an der Endverlosung teil (:

Hier ist meine Gewinnspielfrage an euch:

Welches Buch erstaunt Domi noch heute?



Und damit ihr keinen weiteren Termin verpasst, habt ihr hier unsere kleine Timeline (:



Wir wünschen euch noch weiterhin eine schöne Zeit mit unserer Blogtour (: Und viel Glück 


-Sharon- (_

Dienstag, 8. November 2016

[BP] *Liebesleben* von Helmut Treubel

Hallo ihr Lieben,

dieses Mal eine Blogaktion der besonderen Art. Ich finde Blogtouren/Paraden immer toll, wenn wir uns alle absprechen und dann jeder seine eigene Aufgabe hat. Doch dieses Mal ist es anders, was ich großartig finde ... Dieses Mal wurde uns eine außergewöhnliche Aufgabe gestellt ...


"Schreibe einen Brief an Dein Leben oder an Dich selbst und binde dabei auch das Buch ein, z. B. in Form eines Zitats oder Abschnitts, oder auch dem Erlebten des Autors."


Bevor ich allerdings mit meinem Brief an mich selbst anfange, möchte ich euch die ersten Worte bzw. die Widmung des Autors nicht vorenthalten. Diese Worte haben mich sofort; tief in meiner Seele berührt. (:


Du und ich und dieses Buch
Leider konnte ich all jene Gespräche nicht mit dir führen. Als du da warst, konnte ich es nicht. Als ich es konnte, warst du nicht mehr da.
Dieses Buch schreibt meine Erinnerungen an Dich und mich, der ich mich in Dir suchte und am Ende selbst fand.



Wenn ich diesen Brief in 20 oder 30 Jahren wieder öffne, werde ich mich an mein jetziges Leben und meine aktuelle Situation wieder erinnern und werde hoffentlich sagen können, dass ich bis zu diesem Zeitpunkt alles richtiggemacht habe.

"Leider konnte ich all jene Gespräche nicht mit dir führen. Als du da warst, konnte ich es nicht. Als ich es konnte, warst du nicht mehr da."

Diese Widmung spricht mir direkt aus dem Herzen. Passendere Worte habe ich nie gefunden...






Hallo liebes Leben,

es gab eine Zeit, in der ich mich gefragt habe, wie viel Schmerz ich aushalten kann. In der Kindheit versteht man noch nicht so viel davon, was es heißt, einen geliebten Menschen zu verlieren oder was es heißt auf eigenen Beinen zu stehen. Diese Aufgabe kommt erst später und dennoch gibt es so einiges in meiner Kindheit, wo ich mir denke, warum ...


Wann ist im Leben eines Kindes die Zeit gekommen erwachsen zu werden? Die erste große Liebe und der erste Trennungsschmerz? Es bezieht sich alles auf das kleine Wörtchen "Zeit". 
Zeit, die du mein liebes Leben bisher gegeben hast und ich hoffe, dass ich noch ganz viel Zeit hier haben werde, denn ich weiß, ich bin noch nicht am Ziel. 


Es gab eine Phase, da war ich richtig sauer auf dich, weil du mir Zeit gestohlen hast. Damals habe ich es nicht verstanden, heute tue ich es. Wenn ich heute auf dich zurückschaue, weiß ich, dass ich einige Fehler gemacht habe. Aber ich weiß auch, dass ich einiges richtig gemacht habe und dass ich darauf stolz sein kann, was ich bisher erreicht habe. 

Auf die Frage hin, die uns gestellt wurde, ob ICH LIEBEN KANN, bin ich mir ziemlich sicher, dass die Antwort mit "Ja" beantwortet werden kann. Ich liebe mein Leben und auch die Personen, die ein Teil von meinem Leben sind! In meinem Leben hatte ich viele Begegnungen, manche waren gut und manche waren nicht schlecht, sondern lehrreich. 
Ob ich wiederum LIEBENSWERT bin, weiß ich nicht so wirklich. Ich weiß, dass ich einige Fehler habe, aber selbst wenn mich keiner lieben würde, würde ich mich immer noch selbst lieben und das ist mit unter das Wichtigste, findest du nicht? 

Ich danke dir liebes Leben, für all die Fehler, die ich gemacht habe, für alle Erfolge, die ich gefeiert habe, dafür, dass ich in diesem Leben eine liebende Mutter und Ehefrau sein darf und ich danke dir dafür, selbst wenn ich nichts mehr haben sollte, wüsste ich dich immer noch an meiner Seite.

#BriefeanmeinLeben






Zu dieser wundervollen Aktion wird es auch ein Gewinnspiel über den gesamten Zeitraum geben, welches vom 1.11. bis zum 14.11. um 23:59 Uhr laufen wird.

Ihr habt die Möglichkeit ein Paket zu gewinnen (;
Ein Taschenbuch, Tasse, Postkarte, Lesezeichen und Filz-Schlüsselband.





Bei so einem tollen Gewinn, müsst ihr auch etwas für tun (;

"Ich liebe mein Leben, weil..."


  • Beantwortet diese kleine Frage und schon seit ihr mit im Lostopf  
  • Der Autor Helmut Treubel würde sich über ein Like seiner Facebook-Seite freuen 
  • Die Teilnahme ist aus Deutschland und Österreich möglich.



Ausgelost wird am 15.11.2016.
Natürlich wird der Gewinner auch auf unserer Seite bekannt gegeben. (:




Morgen geht es weiter mit Carla von carlosia reads books (:
Wir wünschen euch weiterhin viel Spaß bei unserer außergewöhnlichen Blogaktion!


Sharon

Samstag, 5. November 2016

Rezension zu "Schmetterlingsblau" von Sarah Nisse



Titel: Schmetterlingsblau
Autor: Sarah Nisse
Verlag: Drachenmondverlag
Erschienen: 01.10.2016
Seiten: 312
Preis: TB 12,90 € [D] / eBook 3,99 € [D]


Klappentext:

„Und vergiss nicht, ihn zu küssen.“ Ihre Stimme war jetzt bloß noch ein Hauchen. „Schmetterlinge küssen nämlich nicht, Jade. Schmetterlinge lieben nicht. Sie fliegen bloß. Fliegen und fliegen…, bis sie irgendwann vergehen.“

Wie weiche Flügelteppiche legen sich die Schmetterlinge auf die Wiesen der Normandie. Alain kümmert es nicht, schließlich hat er soeben seine Eltern zu Grabe getragen. Doch dann trifft er Jade. Nur für einen Sekundenbruchteil streifen sich ihre Blicke durch das Hoftor einer alten Villa, dann verschwindet das blasse Mädchen mit den leuchtend blauen Augen wieder und Alain ist sicher, dass er sie nie wiedersehen wird. Denn niemand kennt die Mädchen der Villa Papillon. Niemand im Dorf wagt es, ihr Geheimnis zu lüften. Niemand, bis auf Alain. Doch wird es ihm gelingen, Jade vor ihrem traurigen Schicksal zu bewahren?

(Quelle: https://www.drachenmond.de/titel/schmetterlingsblau/)



Cover:

Das Cover ist keines, was mir sofort zu 100% zusagte. Mir hätte es ohne das Mädchen etwas besser gefallen, aber die Farben gefielen mir sofort. Sie sind so sanft und unterstreichen den Titel perfekt. Nachdem ich das Buch gelesen habe, weiß ich, dass sie auch perfekt zum Inhalt des Buches passen und wichtige Elemente wiederspiegeln.
Auch wenn es mich nicht komplett überzeugt, ist es ein schönes Cover, welches einfach zum Buch passt.


Meine Meinung:

Das ist wohl immer der schwierigste Teil einer Rezension. Wie fasse ich in Worte, was ein Buch mit mir gemacht, oder nicht gemacht hat? Wie werde ich ihm gerecht, wo doch so viel Herzblut darin steckt und es letztendlich ja alles Geschmacksache ist.
Wie drücke ich aus, was ich beim lesen gedacht habe, wo es doch mit jeder Zeile schneller verfliegt und neuen Gedanken weicht.

Nach einer Lesung von Sarah Nisse wollte ich das Buch unbedingt lesen, obwohl von Anfang an klar war, es ist hauptsächlich eine Liebesgeschichte. Mit denen hab ich es ja bekanntlich nicht so. Aber das Geheimnis um die Villa Papillon und ihre Schmetterlingsmädchen, machte mich von Anfang an neugierig, ich liebe Geschichten in denen Geheimnisse gelüftet werden. 
Außerdem mag ich den Schreibstil der Autorin unheimlich gern. Auch in "Schmetterlingsblau" schreibt sie sehr wortgewaltig und bildhaft. 

"Ich glaube an Cremetörtchen mit rosa Zuckerguss, die ich gerade mit den Zähnen zermalme. An eine Tasse dampfenden Milchkaffee, wie die, die hier im Café vor mir steht und meine Finger wärmt. Ich glaube an die Regenströme, die neben uns an der Scheibe herabrinnen und mir das Gefühl geben, von der Welt da draußen abgeschnitten zu sein."
(Sarah Nisse - "Schmetterlingsblau")

Bei Szenen wie dieser, wollte ich Cremetörtchen, ich wollte Milchkaffee und dabei in einem verregnetem Café sitzen. Ist das nicht genau das, was Worte mit uns tun sollten? Sie wecken Sehnsüchte, Wünsche, Träume, Erinnerungen und vieles mehr. Der Schreibstil ist sanft, manchmal fast etwas poetisch und irgendwie besonders. Die Autorin hat mich mitgenommen, auf eine Reise, nach London, in die Normandie, ans Meer.

Die Handlung wird natürlich von der Liebesgeschichte dominiert, das ist weiterhin nicht ganz mein Fall, war mir aber bewusst. Dennoch habe ich mich auf die Geschichte eingelassen und viele weitere Aspekte entdecken können.
Eine Geschichte, welche nicht nur von Liebe handelt, sondern auch von der Freiheit, von Träumen und der Angst, etwas zu verpassen. Einige Worte haben mich dabei wirklich berührt, sie waren einfach mehr als nur Worte.

"Du brauchst die Gewissheit, immerzu, bei jedem Schritt, den du gehst." -
"Aber so fängt man kein Glück, Jade, so stirbt man mit Gewissheit."
(Sarah Nisse - "Schmetterlingsblau")

Dieser Satz klingt noch immer in meinem Kopf, denn es steckt soviel Wahrheit darin. Teilweise lebe ich diese Gedanken, teilweise sollte ich das viel öfter tun. Worte die schön klingen und einem gleichzeitig soviel aufzeigen und den Weg weisen.

Wie man sieht, bin ich ein bisschen verliebt in die Worte von "Schmetterlingsblau", aber die Charaktere und Handlung will ich natürlich nicht außer Acht lassen.
Ich muss gestehen, mit den Charakteren wurde ich nicht richtig warm. Obwohl sie in vielen Situationen authentisch beschrieben wurden, konnte ich ihre Handlungen nicht immer nachvollziehen. Was sich auch gleich mit meinen Gefühlen zu der Handlung verbinden lässt. 
Die Idee für diese Geschichte finde ich wirklich einzigartig und spannend. Das Geheimnis der Schmetterlingsmädchen hat mich dieses Buch überhaupt lesen lassen, hat den romantischen Teil ausgeschmückt, so dass es eben doch nicht "nur" eine Liebesgeschichte ist. Aber irgendwie war mir die Handlung teilweise zu holprig, zu schnell abgearbeitet. Der Entstehungsprozess von Gefühlen und Plänen, hätte meiner Meinung nach noch ein paar Seiten mehr gebrauchen können. Die Handlung der Protagonisten und somit die Protagonisten selbst, waren zeitweise sehr impulsiv. Das war wahrscheinlich so gewollt und durchdacht, mir persönlich ging es aber einfach zu schnell, die Handlung war zu rasant, als das ich mich hätte fallen lassen können. Besonders das Ende war leider so abrupt, dass ich etwas enttäuscht war, an diesem hätte es wirklich mehr dieser schönen Worte gebrauchen können.



Fazit:

Oft ist es viel schwerer zu beschreiben, warum einem etwas nicht gefallen hat, als zu sagen warum man etwas mochte. Die Worte haben mich gepackt, die Handlung hat mich zwischendurch losgelassen. Ein Buch mit vielen Stärken und kleineren Schwächen.
Mein Fazit, Lesenswert! Hier und da kleine Stolpersteine, aber insgesamt eine schöne und tragische Geschichte, ein düsteres Geheimnis und wunderschöne Bilder in meinem Kopf.
Mehr als einmal bin ich in den Worten versunken, habe die hin und hergewälzt, darüber nachgedacht, sie in mein Herz geschlossen. 

Hannah ♥